Die
Systemsoftware der Gaschromatographen CGA21 ist
Windows® basiert. Im Office-Stil gehalten ist das Programmpaket weitgehend
selbsterklärend und durch eine kontextsensitive Hilfe auch ohne schriftliche
Begleitung benutzbar. Grundkenntnisse der Gaschromatographie sind allerdings
ebenso unverzichtbar wie die Einhaltung der geltenden Sicherheitsregeln,
insbesondere wenn Wasserstoff als Träger - oder FID-Betriebsgas benutzt wird.
Nach dem
Einschalten erscheint zusätzlich zum Startbildschirm ein Warnhinweis der im
Folgenden beschrieben wird.
Herzstück des Wärmeleitfähigkeits-Detektors sind elektrisch beheizte Spiralen (Filamente) aus einer Wolframlegierung, die bei Anwesenheit von Sauerstoff oxidieren. Dies führt zu einer Verschlechterung der Detektor Eigenschaften und im ungünstigsten Fall zum Durchbrennen der Filamente.

Also: Vor Bestätigung der Warnung Trägergasstrom anschalten und kontrollieren!
Die Messung
der Gasströme für Luft und Wasserstoff erfolgt am Detektor, der zu diesem Zweck
natürlich nicht beheizt sein darf. Klicken Sie in diesem Fall die Schaltfläche
„Gasstrom messen“ an, dann bleibt die Detektor-Heizung ausgeschaltet und es
öffnet sich das Fenster zur Gasstrommessung.
Näheres zur Messung der Gasströme im Kapitel „Wartungsarbeiten“.

Abb. 2: Hauptbildschirm
Der
Startbildschirm enthält die Funktionsgruppen:
· Menüleiste mit
Temperaturanzeigen
· Hauptanzeige
· Peakliste
· Statusleiste
Mit den Schaltflächen der Menüleiste leiten Sie wesentliche Aktionen ein. Beim Überfahren mit der Maus erscheinen Popup-Texte zur Funktion der Tasten. Von links nach rechts sind dies:
Die Hauptanzeige (GC Graph) erlaubt die komfortable Ansicht und Auswertung von Chromatogrammen. Das Laden eines Chromatogramms geschieht in der gewohnten Weise durch den Öffnen-Dialog in der Menüleiste. Das Chromatogramm wird dabei automatisch in die Anzeigefläche eingepasst.
Symbolfarben:
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Rot: |
Kurvenzug des Chromatogramms
im normalen Zustand |
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Blau: |
Peaks |
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Grün: |
Peaks, deren Absolutmasse
bekannt ist. Mit ihrer Hilfe können stoffgleiche oder ähnliche Peaks geeicht
werden |
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Gelb: |
Markierte Peaks. Diese können durch Betätigen der „Peak
löschen“ Taste aus der Messung entfernt werden. |
Navigation in der Hauptanzeige (GC Graph):
Verschieben (panning): geht spielend durch Ziehen mit gedrückter rechter Maustaste. Alternativ durch Betätigen der Pfeiltasten (Einfachpfeile)
Vergrössern/verkleinern (zoomen): Rechteck aufziehen von links oben nach rechts unten mit gedrückter rechter Maustaste vergrössert den Ausschnitt unter dem gezogenen Rechteck auf volle Größe des Anzeigefeldes. Mausgeste von rechts unten nach links oben stellt die Standardansicht her. Alternativ durch Betätigen der Pfeiltasten (Doppelpfeile)

Abb. 3: Zoomauswahl

Abb. 4: vergrößerter Ausschnitt
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Aktionen: |
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Peak erzeugen: |
Start und Ende eines Peaks werden durch Doppelklicks in der Anzeige festgelegt. Der erste Doppelklick setzt die Startmarke, der zweite Doppelklick erzeugt einen Peak. Der zweite Doppelklick muss auf der Zeitachse nach dem ersten erfolgen. |
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Peak markieren: |
Doppelklick
in (blauen) Peak. Mehrere Peaks können markiert werden. Markierte Peaks
können gelöscht werden durch die Taste „Peak löschen“ |
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Peak teilen: |
Ein
bestehender Peak kann geteilt werden. Dazu Taste „Peak teilen“ betätigen. Der
Mauszeiger nimmt nun im Anzeigefeld die Form einer Linie an. Mit einem
Mausklick wird ein bestehender Peak geteilt. |
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Peak löschen: |
Markierte
Peaks werden gelöscht. |
Markierte Peaks werden automatisch in die Peakliste eingetragen. Beim Speichern werden diese Einträge mit in die Mssdatei geschrieben und beim erneuten Laden einer Messung wieder angezeigt. In der Peaktabelle finden Sie pro Peak eine Zeile mit den Daten des jeweiligen Peaks, hier im Beispiel ein Alkyl/Aryl-Gemisch:

Abb. 5: Peakliste
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Die Bedeutung der Spalten der Peaktabelle: |
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Nr.: |
Nummerierung in zeitlicher Reihenfolge der Peakmaxima |
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Name: |
Vom Benutzer vergebener Name für eine Substanz. Um einen Namen zu vergeben, klicken Sie in der Anzeige auf den gewünschten Peak, der sodann in der Tabelle farblich hervorgehoben in der ersten Zeile erscheint. Nach einem Doppelklick auf das leere Namensfeld erscheint ein Fenster, in dem Sie den Namen eintragen können |
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Max[s]
- Lage des Maximums: |
Sie
wird (vereinfacht) auch Retentionszeit genannt. Sie ist die Zeitspannezwischen Injektion eines Stoffes und dessen Anzeige
im Detektor. Sie wird automatisch bestimmt, Einheit Sekunden. |
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Fläche: |
Die Fläche eines Peaks ist ein Maß für die Stoffmenge, die sich hinter einem Peak verbirgt. Sie wird selbsttätig ermittelt durch numerische Integration der Messwerte über die Zeit. Es sind willkürliche Einheiten, die der Eichung mit einer bekannten Stoffmenge bedürfen. Bitte beachten Sie: Der Zusammenhang zwischen Stoffmenge und Peakfläche ist nicht trivial, er wird u. A. beeinflusst von Detektorart, Stoffart und Split-Einstellung. |
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Fläche[%]: |
Prozentualer Anteil der Fläche eines Peaks an der Summe aller Peaks. Wenn Sie nur einen Peak markiert haben, ist diese natürlich 100% |
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Masse und Faktor: |
In der Spalte Masse [µg] wird die Absolutmasse eines Peaks angezeigt, die Faktor-Werte ermitteln aus der Peakfläche die Peakmasse – und umgekehrt! Folglich gibt es hier zwei Möglichkeiten: |
Sie tragen
die Absolutmasse eines Peaks von Hand ein, die Sie
durch das Chromatogramm einer Eichlösung mit
bekanntem Gehalt ermittelt haben. Ein Beispiel dafür finden Sie im Handbuch.
Zum Eintragen einer Absolutmasse machen Sie einen
Doppelklick auf das gewünschte Massen-Feld und tragen in dem erscheinenden
Fenster die Masse ein.
Durch Vergleich einer Messung einer unbekannten Menge eines Stoffes mit einer zweiten Eichmessung mit bekannter Stoffmenge können Sie über den Menüpunkt „Messung vergleichen“ den Eichfaktor von der „Referenzmessung“ in die aktuelle Messung übernehmen.
Sie gibt aktuelle Informationen zum Betriebszustand des Geräts: (von links nach rechts)
·
Textinformationen
zum momentanen Zustand
·
WLD
an/aus
·
Fortschrittsanzeige
der Messung
·
Detektortyp
·
Zeit
seit dem Anschalten des Geräts