In erster
Näherung ist die Fläche eines chromatographischen Peaks proportional zu dessen
Masse. Voraussetzung für die quantitative Auswertung von Peakflächen ist die Kenntnis
des Faktors, der Fläche und Stoffmenge verbindet. Dieser Peakfaktor kann durch Eichung mit bekannten Stoffmengen ermittelt
werden. Eine Messung, die Peaks bekannter Masse enthält, ist eine Referenzmessung. Peaks, deren Masse
bekannt ist, werden hier grün eingefärbt, grün „in der Hoffnung, dass alles
richtig gemacht wurde“.
Die
Ermittlung absoluter Mengen setzt also zwei Messungen voraus: Die Referenzmessung mit bekannter
Stoffmenge und die Hauptmessung mit
unbekannter Menge. Eine entscheidende Voraussetzung ist weiterhin, dass eben
diese zwei Messungen unter gleichen
Bedingungen vorgenommen werden. Diese wichtigsten Bedingungen sind:
Splitverhältnis, Temperaturprogramm, Gasart und Druck.
Vorgehensweise
·
Öffnen Sie die Hauptmessung mit dem „Messung
öffnen“ Dialog in das Hauptdisplay.
·
Markieren Sie den zu messenden Peak in der
Hauptmessung, je ein Doppelklick setzt die Begrenzungen eines Peaks, er muss
hernach die Farbe Blau annehmen.
·
Betätigen Sie die Schaltfläche „Messungen
vergleichen“ in der Menüleiste.
·
Öffnen Sie die Referenzmessung mit der bekannten Stoffmenge.
·
Zoomen und verschieben Sie die beiden Messungen so, dass der
Referenzpeak (grün) und der Messpeak (blau) ungefähr übereinander liegen.
·
Betätigen Sie die Taste „Peaks vergleichen“.
·
Fahren Sie mit dem Liniencursor so in die Hauptmessung, dass die Linie
durch Referenzpeak und Messpeak
verläuft und klicken Sie mit der linken Maustaste.

Abb. 9: Peakvergleich
Nun erscheint in der Peakliste die Masse sowie der Peakfaktor.
Der geeichte Peak wird nun grün, da seine Absolutmasse bekannt ist.
Sinnvollerweise sollten Sie dem quantifizierten Peak auch einen Namen geben,
doppelklicken Sie dazu in der Peakliste die entsprechende Zelle und tragen Sie
den Namen ein. Speichern Sie die Hauptmessung!