
Abb. 31: Aufbau des FID (Schema)
Nach längerer
Betriebsdauer bilden sich im Detektor Ablagerungen, die von den Verbrennungsprodukten
herrühren. In größeren Zeitabständen ist es daher sinnvoll, den Detektor zu
zerlegen und zu reinigen. Zum Verständnis sehen Sie bitte die obige Abbildung
ein.
Zerlegen des Detektors
Passende
Schraubendreher liegen bei.
·
Gerät
ausschalten, Netzstecker ziehen und Gas am Ventil der Flasche zudrehen.
·
Lösen
Sie die von oben zugängliche Innensechskant-Schraube und ziehen Sie den
Taststift ab. Das Anschlusskabel kann an der Steckverbindung abgezogen werden.
Lösen Sie die Rändelschraube am FID-Oberteil des Detektors und nehmen Sie den
Deckel ab.
·
Entfernen
Sie nun ebenso den unteren Taststift.
·
Drehen
Sie die zwei von oben sichtbaren Innensechskant-Schrauben heraus und nehmen Sie
das FID-Mittelteil ab.
·
Seitlich
am FID-Oberteil befindet sich ein versenkter Gewindestift (Schraube) M3. Wird
er gelöst, so kann die Kollektorelektrode mitsamt ihrer Isolation nach unten
herausgezogen werden.
·
Die
Düse kann nun unter vorsichtigem Drehen mit
der Hand abgezogen werden. Das keramische Isolierstück lässt sich ebenfalls
von Hand abziehen. Der Düsenflansch lässt sich mit
dem beiliegenden Gabelschlüssel SW8 herausdrehen, er kann bei
Reinigungsarbeiten im FID-Block
verbleiben.
Hier
noch einmal die einzelnen Schritte als Grafik:

Abb. 32: Schritte Zerlegung des
Detektors
Der
Zusammenbau des Detektors
geschieht in umgekehrter Reihenfolge. Die Anschlusskabel sind markiert. Das
Kabel mit der roten Markierung muss auf den oberen Taststift gesteckt
wird. Beim Zusammenbau muss unbedingt
darauf geachtet werden, dass zuerst das Mittelteil
montiert wird und dann erst der Taststift eingeschoben und befestigt wird:

Abb. 33: Montage des Taststifts
Reinigen des Detektors
Alle Teile
des Detektors mit Ausnahme der Spitzen der Taststifte sind sehr robust und
können mechanisch mit feinem Schmirgelleinen oder mit wässrigen und
nichtwässrigen Reinigungsmitteln bearbeitet werden. Keine ätzenden Agentien
verwenden. Taststifte nicht nass reinigen!
Werkseinstellungen
Der
Detektor benötigt zum Betrieb zwei fest eingestellte Gasströme:
Gereinigte Verbrennungsluft Gasstrom:
v(Luft) = 300 ml/min
Wasserstoff: (0,3 bar Druck) Gasstrom:
v(H2) = 30 ml/min
Diese
Werte wurden im Werk voreingestellt, für Wasserstoff für einen Druck von 0,3 bar. Wird mit anderen Gasdrücken als 0,3
bar gearbeitet, so muss der Gasstrom nachjustiert werden. Es empfiehlt sich,
diese Gasströme von Zeit zu Zeit zu kontrollieren, in jedem Falle jedoch, wenn
das Gerät unbefriedigend arbeitet, zum Beispiel der Detektor nicht zündet oder
das Ventil versehentlich verstellt wurde.
Vorbereitung
·
Schalten
Sie das Gerät aus. Ist der Detektor noch heiß, so warten Sie, bis er sich mit
der Hand anfassen lässt. Schalten Sie das Gerät wieder ein. Unmittelbar nach
dem Einschalten erscheint ein Hinweisfenster zur Gasmessung. Wählen Sie darin
mit der Maus die Funktion „Messen“.
·
Zerlegen
Sie den Detektor komplett wie im Kapitel 6.1 beschrieben. Entfernen Sie auch
die Düse und den Düsenflansch.
Messung und Einstellung des
Luftstromes
Schrauben Sie
dazu den Messstutzen in die exzentrische Bohrung des Detektorblocks rechts
neben der zentralen Bohrung. Schieben Sie den Schlauch des Seifenblasenströmungsmessers
über den Messstutzen und messen Sie den Gasstrom. (Siehe dazu das Kapitel Der Seifenblasenströmungsmesser
im Anhang) Verstellen Sie nun das Ventil „Luft“ so lange, bis der Luftstrom
zwischen 280 und 320 ml/min liegt.

Abb. 35: Messung des Luftstromes
Messung des Wasserstoffstroms (Brenngas für FID)
Für diese
Messung darf nur Wasserstoff am Gerät angeschlossen sein. Der Druck sollte 0,3
bar betragen. Schrauben Sie den Messstutzen mit Hilfe des kleinen
Übergangsstücks über die Kapillarsäule in die zentrale Bohrung des FID-Blocks. Dabei ist Vorsicht geboten, denn die Säule
ragt aus dem FID-Block heraus und darf nicht verletzt werden. Schieben Sie
den Schlauch des Seifenblasenströmungsmessers über den Messstutzen. Messen Sie
nun wie oben beschrieben den Wasserstoffstrom und verstellen Sie das H2
- Ventil solange, bis der gemessene Gasstrom zwischen 28 und 32 ml/min liegt.

Abb. 35: Messung des Wasserstoffstroms
Messung des Trägergasstroms (Gasstrom durch die
Kapillarsäule)
Der Trägergasstrom muss bekannt sein,
wenn das Splitverhältnis berechnet werden soll.
Messanordnung
wie im vorigen Teil „Messung des Wasserstoffstroms“. Dazu muss zunächst der
Wasserstoffstrom (FID-Brenngas) abgestellt werden. Dies geschieht am
einfachsten, indem der Wasserstoffstrom durch Abschrauben des Anschlusses am Gaschromatographen abgestellt wird. Falls mit Wasserstoff
als Trägergas und FID-Brenngas
gearbeitet wird, muss das T-Stück am GC entfernt werden. (Vorher
Niederdruck-Ventil an der Wasserstoffflasche schließen!) Die Vorgehensweise ist
identisch mit der Messung des Wasserstoffstroms. Allerdings ist der Gasstrom
durch die Säule klein, er liegt im Bereich 0,2 - 2 ml/min.
Hinweis: Es ist einfacher, den
Trägergasstrom nicht zu messen, sondern zu berechnen. Siehe dazu das Kapitel
„Die Berechnung des Trägergasstroms“.
Messung des Trägergasstromes
Schließen Sie den Ausgang des
Trägergases aus dem Detektor an den Seifenblasenströmungsmesser
an. Der Ausgang befindet sich im oberen Teil des Geräts unter dem waagrechten
Deckelblech. Der Silikonschlauch des Seifenblasenströmungsmessers wird einfach
einige Millimeter über den Stutzen geschoben.
Der
Druckregler an der Gasversorgung wird zunächst auf ca. 0,2 bar gestellt und der
Trägergasstrom gemessen. Warten Sie bis zur Messung
des Gasstromes 1-2 Minuten, bis das Trägergas die Apparatur vollständig
durchströmt hat. Näheres dazu finden Sie im Anhang im Kapitel „Der Seifenblasenströmungsmesser“. Der Gasstrom sollte zwischen
10 und 50 ml/min liegen. Über den Zusammenhang zwischen Trägergasstrom und
Trennleistung siehe Kapitel „Technik der Gaschromatographie“.
Allgemeines
Kapillarsäulen können nur geringe
Stoffportionen zufriedenstellend trennen. Injiziert man mehr Analysensubstanz,
als die Säule tragen kann, so werden die Peaks breiter, die Trennleistung
nimmt drastisch ab. Mit normalen Mikroliterspritzen ist es jedoch nicht
möglich, weniger als ungefähr 0,5 µl reproduzierbar zu injizieren. Deshalb wird
die Analysensubstanz im Injektor noch einmal in einem einstellbaren Verhältnis,
dem Splitverhältnis, reduziert. Siehe dazu Kapitel 4:
Der Injektor mit Split. Das Splitverhältnis ist das Verhältnis des Gasstromes,
der aus dem Split-Ausgang (Split Vent) austritt und
des Gasstromes, der durch die Säule strömt. Das Splitverhältnis
muss vor der eigentlichen Messung festgelegt und eingestellt werden. Für die
meisten Messungen mit Kapillarsäulen mittleren Durchmessers hat sich ein Splitverhältnis von 1:50 bis 1:100 als optimal
herausgestellt.
Beispiel:
Im
Folgenden wird die Einstellung eines Splitverhältnisses
von 1:50 beschrieben:
·
Der
Trägergasstrom durch die Säule muss bekannt sein. Er kann gemessen oder berechnet
werden. Die Messung ist im Anhang: Messung
und Einstellung der Gasströme beschrieben In unserem Beispiel sei der
gemessene Trägergasstrom v(Säule) = 1,3 ml/min.
·
Multiplizieren
Sie den gemessenen Gasstrom mit dem Splitverhältnis,
also mit 50, um den Gasstrom durch den Split zu erhalten: v(Split) = 50 * 1,3 =
65 ml/min.
·
Schließen
Sie den Strömungsmesser am Ausgang Split Vent an (siehe Beschriftung Deckelinnenseite).
·
Messen
Sie den Gasstrom an diesem Ausgang und verstellen Sie das Ventil „Split“ solange,
bis der berechnete Wert von 65 ml/min erreicht ist.
Nach längerer
Betriebsdauer bilden sich im Injektor Ablagerungen, die von den injizierten
Stoffen herrühren. In größeren Zeitabständen oder bei Störungen ist es
sinnvoll, den Injektor zu zerlegen und zu reinigen.
·
Gerät
ausschalten, Netzstecker ziehen und Gas am Ventil der Flasche abdrehen.
·
Schrauben
Sie den Kühlkörper am oberen Ende des Injektors ab.
·
Nehmen
Sie das Septum und die Druckplatte aus dem Kühlkörper heraus.
·
Ziehen
Sie den Glasliner mit einem geeigneten Gegenstand nach oben heraus (z.B. mit
einem Schraubendreher).
·
In
sehr seltenen Fällen: Lässt sich der Liner nicht herausnehmen, entfernen Sie
alle Anschlüsse am Gerät und demontieren Sie die Säule auf der Injektorseite. Stellen Sie nun das Gerät auf den Kopf, so
dass der offene Injektor über die Tischkante nach unten zeigt. Nun kann der
Liner mit einem spitzen Gegenstand zerbrochen und die Scherben nach unten
ausgeräumt werden. Mit einem Bohrer 6 mm kann das Innere des leeren Injektors
(von Hand) gereinigt werden. Dies sollte nur gemacht werden, wenn das Gerät auf
dem Kopf steht. Glasliner sind Verbrauchsteile.
·
Einbau
des Liners: Mit den Einkerbungen nach
oben wird die Glasröhre vorsichtig in die Öffnung des Injektors eingeführt,
bis ihr Ende mit dem oberen Rand des Injektors abschließt.
·
Kühlkörper
mit Druckplatte und Septum aufschrauben.
Wenn das Septum
Verschleißerscheinungen zeigt, muss es erneuert werden. Dazu zunächst die
Gaszufuhr abstellen, den Kühlkörper abschrauben und das Septum herausnehmen.
Nun wird ein neues Septum auf den Injektor gelegt. Darauf muss die Druckplatte
gelegt werden. Der Kühlkörper wird nun vorsichtig wieder aufgeschraubt.
Die Haltbarkeit von Septen
hängt unter anderem von der Injektionstechnik ab und variiert sehr stark. Bitte
beachten Sie: Es sollten nur die von uns gelieferten „low
bleed“ - Septen verwendet werden.
Die Kapillar-Säule ist im Säulenofen
verschraubt. Die Enden der Säulen sind mit Dichtkonen (Ferrules)
und Säulenschrauben an Injektor (links) und Detektor (rechts) angeschlossen.
(s. Abb. 36)
Ausbau der
Säule
·
Säulenschrauben
mit Gabelschlüssel SW 8 lösen und Säule mit Ferrule
und Säulenschraube nach unten herausziehen. Die Ferrules sitzen meist fest auf der Säule.
·
Zwei
Muttern M3 am Säulenkäfig lösen und Säule mitsamt Ferrules
und Säulenschrauben herausnehmen.
·
Die
Ferrules und die Schrauben können an der Säule
verbleiben. Sie haften durch die frühere Dichtwirkung an der Säule. Sie können
auch abgezogen werden. Dazu nimmt man die Säule fest zwischen Daumen und
Zeigefinger und zieht an der Säulenschraube.
Einbau der
Säule
Es ist zweckmäßig und sinnvoll, bei
einer Neuinstallation einige cm der Säule an jedem Ende abzuschneiden. Dazu
legt man das Säulenende auf eine glatte Oberfläche und fährt einige Male mit
dem Säulenschneidmesser (im Fachhandel erhältlich) über die Stelle, an der geschnitten
werden soll. Nun lässt sich die Säule leicht über beide Daumen brechen. Zuerst wird die Säulenschraube und dann der Dichtkonus über das
Säulenende geschoben. Dabei soll der konische Teil des Ferrule
zum Ende der Säule zeigen. (Siehe auch nachfolgende Abbildung)

Abb. 36: Vorbereitung zum Einbau von
Kapillarsäulen
Einbau auf
der Injektorseite
Das Säulenende soll ca. 25 mm über den
Dichtkonus hinaus stehen. Es empfiehlt sich, zur Kontrolle eine Markierung mit
schwarzem Filzstift auf der Säule anzubringen, wie in Abb. 36 gezeigt. Dann
wird die Säule vorsichtig in den Injektor eingeführt. Da die Öffnung relativ
klein und überdies nicht gut sichtbar ist, erfordert diese Prozedur etwas
Fingerspitzengefühl.
Die Säulenschraube wird zunächst mit
der Hand angezogen. Anschließend wird mit dem Schlüssel SW 8 nachgezogen. Zur
Prüfung die Säule zwischen zwei Fingern leicht ziehen und schieben. Dabei darf
die Säule sich nicht verschieben lassen.

Abb. 37: Einbau der Säule an der Injektorseite
Einbau auf
der Detektorseite
Das
Säulenende soll ca. 38 mm über den Dichtkonus hinausragen. Zur Kontrolle auch
hier mit Filzstift Markierung an der Säule anbringen, dann wie oben
beschrieben die Säule vorsichtig in den Detektor einführen. Stößt man auf ein
Hindernis, so ist es sinnvoll, der Säule durch leichtes Hin und herbewegen den Weg zu erleichtern.
Anschließend wird wie oben die Säulenschraube
angezogen.
Wichtiger Hinweis:
Nach
dem ersten Aufheizen schwindet der Dichtkonus um ein geringes Maß. Die Säulenschrauben müssen nach dem ersten Aufheizen
nachgezogen werden. Dies ist in besonderem Maße wichtig, wenn Wasserstoff als
Trägergas verwendet wird!
Der
Seifenblasenströmungsmesser besteht aus einem graduierten Glasrohr, in dem
Seifenblasen durch den zu messenden
Gasstrom verschoben werden. Er befindet
sich außen an der linken Seite des Gerätes. Vor der ersten Benutzung muss der
Gummiball mit Tensidlösung gefüllt werden, geben Sie
dazu einen Tropfen „Spüli“ in den leeren Ball und
füllen Sie ihn dann mit Wasser auf. Stecken Sie den Ball dann auf das montierte
Glasrohr, befeuchten des Glas Endes erleichtert den
Vorgang. Drückt man diesen Ball zusammen, so steigt die Tensidlösung
in das Messrohr. Es bilden sich Seifenblasen, die im
Rohr aufsteigen. Aus dem Volumen V, welches eine Seifenblase in einer bestimmten
Zeit t durchmisst, kann die Strömungsgeschwindigkeit des Gases ermittelt
werden: Besonders einfach wird die
Bedienung des Strömungsmessers mit der Schaltfläche Gasstrom messen.

Abb. 38: Seifenblasenströmungsmesser
Strömungsgeschwindigkeit =
Volumen/Zeit [ml/min]
Beispiel: Die Seifenblase braucht von der
Marke 0 ml bis zur Marke 2 ml die Zeit t = 9,6 s. Dann ist die
Strömungsgeschwindigkeit
v = 2 ml / 9,6 s = 0,208 ml/s
v =
0,208 ml/s • 60 s/min = 12 ml/min
Kapillarsäulen sind dünne Röhren. Für
sie gilt das Poiseuille'sche Gesetz. Es kann in einer
dem Ohm'schen Gesetz aus der Elektrotechnik analogen Form geschrieben werden:
dV/dt = v = (R/h)
×
Dp (1)
"Die Strömungsgeschwindigkeit
durch eine Röhre ist proportional zur Druckdifferenz an deren Enden."
Der Proportionalitätsfaktor R/h
hängt ab von der Art des Gases, dessen Viskosität h,
dem Radius r und der Länge l der Röhre.
Dabei gilt für den Strömungswiderstand R:
R = k ×
r4/l (2)
Wie
man sieht, endet hier die Analogie zur Elektrotechnik, denn der Radius ist dort
in der zweiten Potenz zu finden. Die Viskosität eines Gases ist in erster
Näherung proportional zu seiner Temperatur. Für die drei gebräuchlichsten Gase
in der Gaschromatographie gilt : (Quelle: CRC Handbook of Chemistry and Physics 66. Edition.)
|
Helium: |
h(He) |
= |
0,4019 T |
+ |
186,54 [mPoise] |
|
|
Wasserstoff |
h(H2) |
= |
0,1828 T |
+ |
83,96 [mPoise] |
(3) |
|
Stickstoff |
h(N2) |
= |
0,3805 T |
+ |
168,1 [mPoise] |
|
Weil der Widerstand R und damit der
Gasstrom mit der 4. Potenz des Radius zunimmt, kann er sinnvollerweise nicht
aus den Herstellerangaben für den Innendurchmesser errechnet werden, denn schon
kleine Toleranzen des Innendurchmessers würden zu großen Fehlern des
Strömungswiderstands R führen. Wird jedoch
einmal der Strömungswiderstand einer
Säule experimentell bestimmt, so lassen sich alle weiteren Werte für den
Trägergasstrom berechnen, auch für andere Gasarten.
Beispiel: Säule
25 m/0,32 mm Trägergas: Stickstoff
Messwerte: Dp
= 1 bar, T = 20 °C v = 6,34 ml/min
h(N2, 20°C) = 0,3805
× 20 + 168,1 [mPoise]
R = (v × h)/Dp = 6,34 ml/min× 175,7 mPoise / 1 bar
R
= 1 114 ml/min×mPoise/bar
Mit diesem Wert R und den Gleichungen
(1) und (3) lassen sich alle Gasströme,
auch für andere Trägergase, Temperaturen und Drücke berechnen.
Beispiel:
Für die obige Säule mit R = 1 114 ml/min×mPoise/bar
soll der Gasstrom berechnet werden für:
|
Druck. Dp = 0,3 bar, Temperatur: T = 120 °C, Gasart: Wasserstoff |
|
h(H2,120°) = 0,1828 × 120 + 83,96 [mPoise] = 105,9 [mPoise] |
|
v = (R/h) × Dp = 1 114 / 105,9 × 0,3 = 3,16 ml/min |
Die folgenden drei Tabellen enthalten
die Werte für die Strömungsgeschwindigkeiten in Abhängigkeit von Druck und
Temperatur für die in diesen Geräten benutzten Standardsäulen mit 25m Länge und
0,32 mm innerem Durchmesser. Diese
Tabellenwerte können für obige Säulen bei nicht allzu hohen Ansprüchen an die
Genauigkeit direkt und ohne Rechnung benutzt werden.
Helium
Gasstrom in ml/min durch
Säule 0,32 mm/25 m Druck in bar, Temp. in °C
|
Druck |
0,1 |
0,2 |
0,3 |
0,4 |
0,5 |
0,6 |
0,7 |
0,8 |
0,9 |
1 |
1,1 |
1,2 |
1,3 |
1,4 |
1,5 |
|
Temp |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
20 |
0,57 |
1,14 |
1,72 |
2,29 |
2,86 |
3,43 |
4,01 |
4,58 |
5,15 |
5,72 |
6,30 |
6,87 |
7,44 |
8,01 |
8,59 |
|
30 |
0,56 |
1,12 |
1,68 |
2,24 |
2,80 |
3,37 |
3,93 |
4,49 |
5,05 |
5,61 |
6,17 |
6,73 |
7,29 |
7,85 |
8,41 |
|
40 |
0,55 |
1,10 |
1,65 |
2,20 |
2,75 |
3,30 |
3,85 |
4,40 |
4,95 |
5,50 |
6,05 |
6,60 |
7,15 |
7,70 |
8,25 |
|
50 |
0,54 |
1,08 |
1,62 |
2,16 |
2,70 |
3,23 |
3,77 |
4,31 |
4,85 |
5,39 |
5,93 |
6,47 |
7,01 |
7,55 |
8,09 |
|
60 |
0,53 |
1,06 |
1,59 |
2,11 |
2,64 |
3,17 |
3,70 |
4,23 |
4,76 |
5,29 |
5,82 |
6,34 |
6,87 |
7,40 |
7,93 |
|
70 |
0,52 |
1,04 |
1,56 |
2,08 |
2,59 |
3,11 |
3,63 |
4,15 |
4,67 |
5,19 |
5,71 |
6,23 |
6,74 |
7,26 |
7,78 |
|
80 |
0,51 |
1,02 |
1,53 |
2,04 |
2,55 |
3,06 |
3,57 |
4,07 |
4,58 |
5,09 |
5,60 |
6,11 |
6,62 |
7,13 |
7,64 |
|
90 |
0,50 |
1,00 |
1,50 |
2,00 |
2,50 |
3,00 |
3,50 |
4,00 |
4,50 |
5,00 |
5,50 |
6,00 |
6,50 |
7,00 |
7,50 |
|
100 |
0,49 |
0,98 |
1,47 |
1,96 |
2,46 |
2,95 |
3,44 |
3,93 |
4,42 |
4,91 |
5,40 |
5,89 |
6,39 |
6,88 |
7,37 |
|
110 |
0,48 |
0,97 |
1,45 |
1,93 |
2,41 |
2,90 |
3,38 |
3,86 |
4,34 |
4,83 |
5,31 |
5,79 |
6,27 |
6,76 |
7,24 |
|
120 |
0,47 |
0,95 |
1,42 |
1,90 |
2,37 |
2,85 |
3,32 |
3,80 |
4,27 |
4,74 |
5,22 |
5,69 |
6,17 |
6,64 |
7,12 |
|
130 |
0,47 |
0,93 |
1,40 |
1,87 |
2,33 |
2,80 |
3,27 |
3,73 |
4,20 |
4,66 |
5,13 |
5,60 |
6,06 |
6,53 |
7,00 |
|
140 |
0,46 |
0,92 |
1,38 |
1,83 |
2,29 |
2,75 |
3,21 |
3,67 |
4,13 |
4,59 |
5,05 |
5,50 |
5,96 |
6,42 |
6,88 |
|
150 |
0,45 |
0,90 |
1,35 |
1,81 |
2,26 |
2,71 |
3,16 |
3,61 |
4,06 |
4,51 |
4,96 |
5,42 |
5,87 |
6,32 |
6,77 |
|
160 |
0,44 |
0,89 |
1,33 |
1,78 |
2,22 |
2,66 |
3,11 |
3,55 |
4,00 |
4,44 |
4,88 |
5,33 |
5,77 |
6,22 |
6,66 |
|
170 |
0,44 |
0,87 |
1,31 |
1,75 |
2,19 |
2,62 |
3,06 |
3,50 |
3,93 |
4,37 |
4,81 |
5,24 |
5,68 |
6,12 |
6,56 |
|
180 |
0,43 |
0,86 |
1,29 |
1,72 |
2,15 |
2,58 |
3,01 |
3,44 |
3,87 |
4,30 |
4,73 |
5,16 |
5,59 |
6,02 |
6,45 |
|
190 |
0,42 |
0,85 |
1,27 |
1,69 |
2,12 |
2,54 |
2,97 |
3,39 |
3,81 |
4,24 |
4,66 |
5,08 |
5,51 |
5,93 |
6,35 |
|
200 |
0,42 |
0,83 |
1,25 |
1,67 |
2,09 |
2,50 |
2,92 |
3,34 |
3,76 |
4,17 |
4,59 |
5,01 |
5,42 |
5,84 |
6,26 |
|
210 |
0,41 |
0,82 |
1,23 |
1,64 |
2,06 |
2,47 |
2,88 |
3,29 |
3,70 |
4,11 |
4,52 |
4,93 |
5,34 |
5,76 |
6,17 |
|
220 |
0,41 |
0,81 |
1,22 |
1,62 |
2,03 |
2,43 |
2,84 |
3,24 |
3,65 |
4,05 |
4,46 |
4,86 |
5,27 |
5,67 |
6,08 |
|
230 |
0,40 |
0,80 |
1,20 |
1,60 |
2,00 |
2,40 |
2,79 |
3,19 |
3,59 |
3,99 |
4,39 |
4,79 |
5,19 |
5,59 |
5,99 |
|
240 |
0,39 |
0,79 |
1,18 |
1,57 |
1,97 |
2,36 |
2,76 |
3,15 |
3,54 |
3,94 |
4,33 |
4,72 |
5,12 |
5,51 |
5,90 |
|
250 |
0,39 |
0,78 |
1,16 |
1,55 |
1,94 |
2,33 |
2,72 |
3,10 |
3,49 |
3,88 |
4,27 |
4,66 |
5,04 |
5,43 |
5,82 |
Wasserstoff
Gasstrom in ml/min durch
Säule 0,32 mm/25 m Druck in bar, Temp. in °C
|
Druck |
|
0,1 |
0,2 |
0,3 |
0,4 |
0,5 |
0,6 |
0,7 |
0,8 |
0,9 |
1 |
1,1 |
1,2 |
1,3 |
1,4 |
1,5 |
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Temp |
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13,98 |
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16,53 |
17,80 |
19,07 |
|
30 |
|
1,25 |
2,49 |
3,74 |
4,98 |
6,23 |
7,47 |
8,72 |
9,96 |
11,21 |
12,45 |
13,70 |
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17,43 |
18,68 |
|
40 |
|
1,22 |
2,44 |
3,66 |
4,88 |
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7,32 |
8,54 |
9,76 |
10,98 |
12,20 |
13,42 |
14,64 |
15,86 |
17,08 |
18,30 |
|
50 |
|
1,20 |
2,39 |
3,59 |
4,79 |
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8,37 |
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10,77 |
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13,16 |
14,36 |
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16,75 |
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|
60 |
|
1,17 |
2,35 |
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10,56 |
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|
70 |
|
1,15 |
2,30 |
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10,36 |
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|
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|
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|
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|
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|
100 |
|
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|
110 |
|
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|
120 |
|
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|
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|
190 |
|
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200 |
|
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|
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|
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|
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|
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|
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|
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|
250 |
|
0,86 |
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9,45 |
10,31 |
11,17 |
12,03 |
12,89 |
Stickstoff
Gasstrom in ml/min durch
Säule 0,32mm/25m Druck in bar, Temp. in °C
|
Druck |
|
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0,8 |
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1 |
1,1 |
1,2 |
1,3 |
1,4 |
1,5 |
|
Temp |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
20 |
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1,90 |
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8,24 |
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|
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|
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|
40 |
|
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|
50 |
|
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|
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|
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|
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|
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|
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|
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|
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|
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|
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|
110 |
|
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|
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|
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|
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|
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|
140 |
|
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|
150 |
|
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|
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|
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|
170 |
|
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|
180 |
|
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|
190 |
|
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|
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|
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|
210 |
|
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4,94 |
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|
220 |
|
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4,87 |
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6,63 |
|
230 |
|
0,44 |
0,87 |
1,31 |
1,74 |
2,18 |
2,61 |
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3,92 |
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4,79 |
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5,66 |
6,10 |
6,54 |
|
240 |
|
0,43 |
0,86 |
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2,58 |
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3,86 |
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4,72 |
5,15 |
5,58 |
6,01 |
6,44 |
|
250 |
|
0,42 |
0,85 |
1,27 |
1,69 |
2,12 |
2,54 |
2,96 |
3,39 |
3,81 |
4,23 |
4,65 |
5,08 |
5,50 |
5,92 |
6,35 |