Wartungsarbeiten

 

Zerlegen und Reinigen des FID

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Fid_008_Verdana_bold

 

Abb. 31: Aufbau des FID (Schema)

 

Nach längerer Betriebsdauer bilden sich im Detektor Ablagerungen, die von den Verbren­nungs­produkten herrühren. In größeren Zeitabständen ist es daher sinnvoll, den Detektor zu zerlegen und zu reinigen. Zum Verständnis sehen Sie bitte die obige Abbildung ein.

 

Zerlegen des Detektors

Passende Schraubendreher liegen bei.

·           Gerät ausschalten, Netzstecker ziehen und Gas am Ventil der Flasche zudrehen.

·           Lösen Sie die von oben zugängliche Innensechskant-Schraube und ziehen Sie den Taststift ab. Das Anschlusskabel kann an der Steckverbindung abge­zogen werden. Lösen Sie die Rändelschraube am FID-Oberteil des Detektors und nehmen Sie den Deckel ab.

·           Entfernen Sie nun ebenso den unteren Taststift.

·           Drehen Sie die zwei von oben sichtbaren Innensechskant-Schrauben heraus und nehmen Sie das FID-Mittelteil ab.

·           Seitlich am FID-Oberteil befindet sich ein versenkter Gewindestift (Schraube) M3. Wird er gelöst, so kann die Kollektorelektrode mitsamt ihrer Isolation nach unten herausgezogen werden.

·           Die Düse kann nun unter vorsichtigem Drehen mit der Hand abgezogen werden. Das keramische Isolierstück lässt sich ebenfalls von Hand abziehen. Der Düsen­flansch lässt sich mit dem beiliegenden Gabelschlüssel SW8 herausdrehen, er kann bei Reinigungsarbeiten  im FID-Block verbleiben.

 

Hier noch einmal die einzelnen Schritte als Grafik:

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Fid_008_Montage

 

Abb. 32: Schritte Zerlegung des Detektors

 

 

 

Der Zusammenbau des Detektors geschieht in umgekehrter Reihenfolge. Die Anschluss­kabel sind markiert. Das Kabel mit der roten Markierung muss auf den oberen Taststift gesteckt wird. Beim Zusammenbau muss unbedingt darauf geachtet werden, dass zuerst das Mittelteil montiert wird und dann erst der Taststift eingeschoben und be­festigt wird:

 

 

 
Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Fid_Warnung_01

 

Abb. 33: Montage des Taststifts

 

Reinigen des Detektors

Alle Teile des Detektors mit Ausnahme der Spitzen der Taststifte sind sehr robust und können mechanisch mit feinem Schmirgelleinen oder mit wässrigen und nichtwässrigen Reinigungsmitteln bearbeitet werden. Keine ätzenden Agentien verwenden. Taststifte nicht nass reinigen!

 

 

 

 

Messung und Einstellung der Gasströme      FID - Gerät

 

 

Werkseinstellungen

 

Der Detektor benötigt zum Betrieb zwei fest eingestellte Gasströme:

Gereinigte Verbrennungsluft Gasstrom: v(Luft)  = 300 ml/min
Wasserstoff: (0,3 bar Druck) Gasstrom: v(H2)   =   30 ml/min

Diese Werte wurden im Werk voreingestellt, für Wasserstoff für einen Druck von 0,3 bar. Wird mit anderen Gasdrücken als 0,3 bar gearbeitet, so muss der Gasstrom nachjustiert werden. Es empfiehlt sich, diese Gasströme von Zeit zu Zeit zu kontrollieren, in jedem Falle jedoch, wenn das Gerät unbefriedigend arbeitet, zum Beispiel der Detektor nicht zündet oder das Ventil versehentlich verstellt wurde.

 

 

Vorbereitung

 

·           Schalten Sie das Gerät aus. Ist der Detektor noch heiß, so warten Sie, bis er sich mit der Hand anfassen lässt. Schalten Sie das Gerät wieder ein. Unmittelbar nach dem Einschalten erscheint ein Hinweisfenster zur Gasmessung. Wählen Sie darin mit der Maus die Funktion „Messen“.

·           Zerlegen Sie den Detektor komplett wie im Kapitel 6.1 beschrieben. Entfernen Sie auch die Düse und den Düsenflansch.

 

 

Messung und Einstellung des Luftstromes

 

Schrauben Sie dazu den Messstutzen in die exzentrische Bohrung des Detektorblocks rechts neben der zentralen Bohrung. Schie­ben Sie den Schlauch des Seifenblasen­strömungsmessers über den Messstutzen und messen Sie den Gasstrom. (Siehe dazu das Kapitel Der Seifenblasenströmungs­messer im Anhang) Verstellen Sie nun das Ventil „Luft“ so lange, bis der Luftstrom zwischen 280 und 320 ml/min liegt.

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: C:\Dokumente und Einstellungen\administrator\Lokale Einstellungen\Temp\$$dv$$\Messung_Luft_FID.jpg

Abb. 35: Messung des Luftstromes

 

Messung des Wasserstoffstroms (Brenngas für FID)

 

Für diese Messung darf nur Wasserstoff am Gerät angeschlossen sein. Der Druck sollte 0,3 bar betragen. Schrauben Sie den Messstutzen mit Hilfe des kleinen Übergangsstücks über die Kapillarsäule in die zentrale Bohrung des FID-Blocks. Dabei ist Vorsicht geboten, denn die Säule ragt aus dem FID-Block heraus und darf nicht verletzt werden. Schieben Sie den Schlauch des Seifenblasenströmungsmessers über den Messstutzen. Messen Sie nun wie oben beschrieben den Wasserstoffstrom und verstellen Sie das H2 - Ventil solange, bis der gemessene Gasstrom zwischen 28 und 32 ml/min liegt.

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: C:\Dokumente und Einstellungen\administrator\Lokale Einstellungen\Temp\$$dv$$\Messung_H2_FID(1).jpg

 

Abb. 35: Messung des Wasserstoffstroms

 

 

Messung des Trägergasstroms (Gasstrom durch die Kapillarsäule)

 

Der Trägergasstrom muss bekannt sein, wenn das Splitverhältnis berechnet werden soll.

Messanordnung wie im vorigen Teil „Messung des Wasserstoffstroms“. Dazu muss zunächst der Wasserstoffstrom (FID-Brenngas) abgestellt werden. Dies geschieht am einfachsten, indem der Wasserstoffstrom durch Abschrauben des Anschlusses am Gaschromatographen abgestellt wird. Falls mit Wasserstoff als Trägergas und FID-Brenngas gearbeitet wird, muss das T-Stück am GC entfernt werden. (Vorher Niederdruck-Ventil an der Wasserstoffflasche schließen!) Die Vorgehensweise ist identisch mit der Messung des Wasserstoffstroms. Aller­dings ist der Gasstrom durch die Säule klein, er liegt im Bereich 0,2 - 2 ml/min.

Hinweis: Es ist einfacher, den Trägergasstrom nicht zu messen, sondern zu berechnen. Siehe dazu das Kapitel „Die Berechnung des Trägergasstroms“.

 

 

Messung und Einstellung der Gasströme      WLD - Gerät

 

Messung des Trägergasstromes

 

Schließen Sie den Ausgang des Trägergases aus dem Detektor an den Seifenblasen­strömungs­messer an. Der Ausgang befindet sich im oberen Teil des Geräts unter dem waag­rechten Deckel­blech. Der Silikonschlauch des Seifenblasenströmungsmessers wird einfach einige Millimeter über den Stutzen geschoben.

 

Der Druckregler an der Gasversorgung wird zunächst auf ca. 0,2 bar gestellt und der Träger­gasstrom gemessen. Warten Sie bis zur Messung des Gasstromes 1-2 Minuten, bis das Trägergas die Apparatur vollständig durchströmt hat. Näheres dazu finden Sie im Anhang im Kapitel „Der Sei­fenblasenströmungsmesser“. Der Gasstrom sollte zwischen 10 und 50 ml/min liegen. Über den Zusammenhang zwischen Trägergasstrom und Trennleistung siehe Kapitel „Technik der Gas­chromatographie“.

 

 

Die Einstellung des Splitverhältnisses            FID - Gerät

 

 

Allgemeines

 

Kapillarsäulen können nur geringe Stoffportionen zufriedenstellend trennen. Injiziert man mehr Analysensubstanz, als die Säule tragen kann, so werden die Peaks breiter, die Trenn­leistung nimmt drastisch ab. Mit normalen Mikroliterspritzen ist es jedoch nicht möglich, weniger als ungefähr 0,5 µl reproduzierbar zu injizieren. Deshalb wird die Analysensubstanz im Injektor noch einmal in einem einstellbaren Verhältnis, dem Splitverhältnis, reduziert. Siehe dazu Kapitel 4: Der Injektor mit Split. Das Splitverhältnis ist das Verhältnis des Gas­stromes, der aus dem Split-Ausgang (Split Vent) austritt und des Gasstromes, der durch die Säule strömt. Das Splitverhältnis muss vor der eigentlichen Messung festgelegt und einge­stellt werden. Für die meisten Messungen mit Kapillarsäulen mittleren Durchmessers hat sich ein Splitverhältnis von 1:50 bis 1:100 als optimal herausgestellt.

 

 

Beispiel:

 

Im Folgenden wird die Einstellung eines Splitverhältnisses von 1:50 beschrieben:

·           Der Trägergasstrom durch die Säule muss bekannt sein. Er kann gemessen oder be­rechnet werden. Die Messung ist im Anhang: Messung und Einstellung der Gas­ströme beschrieben In unserem Beispiel sei der gemessene Trägergasstrom v(Säule) = 1,3 ml/min.

·           Multiplizieren Sie den gemessenen Gasstrom mit dem Splitverhältnis, also mit 50, um den Gasstrom durch den Split zu erhalten: v(Split) = 50 * 1,3 = 65 ml/min.

·           Schließen Sie den Strömungsmesser am Ausgang Split Vent an (siehe Beschriftung Deckelinnenseite).

·           Messen Sie den Gasstrom an diesem Ausgang und verstellen Sie das Ventil „Split“ so­lange, bis der berechnete Wert von 65 ml/min erreicht ist.

 

 

Zerlegen und Reinigen des Injektors

 

Nach längerer Betriebsdauer bilden sich im Injektor Ablagerungen, die von den injizierten Stoffen herrühren. In größeren Zeitabständen oder bei Störungen ist es sinnvoll, den Injektor zu zerlegen und zu reinigen.

·           Gerät ausschalten, Netzstecker ziehen und Gas am Ventil der Flasche abdrehen.

·           Schrauben Sie den Kühlkörper am oberen Ende des Injektors ab.

·           Nehmen Sie das Septum und die Druckplatte aus dem Kühlkörper heraus.

·           Ziehen Sie den Glasliner mit einem geeigneten Gegenstand nach oben heraus (z.B. mit einem Schraubendreher).

·           In sehr seltenen Fällen: Lässt sich der Liner nicht herausnehmen, entfernen Sie alle Anschlüsse am Gerät und demontieren Sie die Säule auf der Injektorseite. Stellen Sie nun das Gerät auf den Kopf, so dass der offene Injektor über die Tischkante nach unten zeigt. Nun kann der Liner mit einem spitzen Gegenstand zerbrochen und die Scherben nach unten ausgeräumt werden. Mit einem Bohrer 6 mm kann das Innere des leeren Injektors (von Hand) gereinigt werden. Dies sollte nur gemacht werden, wenn das Gerät auf dem Kopf steht. Glasliner sind Verbrauchsteile.

·           Einbau des Liners: Mit den Einkerbungen nach oben wird die Glasröhre vorsichtig in die Öffnung des Injektors eingeführt, bis ihr Ende mit dem oberen Rand des Injektors abschließt.

·           Kühlkörper mit Druckplatte und Septum aufschrauben.

 

 

 

Wechseln des Septums

 

Wenn das Septum Verschleißerscheinungen zeigt, muss es erneuert werden. Dazu zunächst die Gaszufuhr abstellen, den Kühlkörper abschrauben und das Septum herausnehmen. Nun wird ein neues Septum auf den Injektor gelegt. Darauf muss die Druckplatte gelegt werden. Der Kühlkörper wird nun vorsichtig wieder aufgeschraubt.

 

Die Haltbarkeit von Septen hängt unter anderem von der Injektionstechnik ab und variiert sehr stark. Bitte beachten Sie: Es sollten nur die von uns gelieferten „low bleed“ - Septen verwendet werden.

 

 

 

Säulenwechsel von Kapillarsäulen

 

Die Kapillar-Säule ist im Säulenofen verschraubt. Die Enden der Säulen sind mit Dichtkonen (Ferrules) und Säulenschrauben an Injektor (links) und Detektor (rechts) angeschlossen. (s. Abb. 36)

 

 

Ausbau der Säule

 

·           Säulenschrauben mit Gabelschlüssel SW 8 lösen und Säule mit Ferrule und Säulen­schraube nach unten herausziehen. Die Ferrules sitzen meist fest auf der Säule.

·           Zwei Muttern M3 am Säulenkäfig lösen und Säule mitsamt Ferrules und Säulen­schrauben herausnehmen.

·           Die Ferrules und die Schrauben können an der Säule verbleiben. Sie haften durch die frühere Dichtwirkung an der Säule. Sie können auch abgezogen werden. Dazu nimmt man die Säule fest zwischen Daumen und Zeigefinger und zieht an der Säulen­schraube.

 

 

Einbau der Säule

 

Es ist zweckmäßig und sinnvoll, bei einer Neuinstallation einige cm der Säule an jedem Ende abzuschneiden. Dazu legt man das Säulenende auf eine glatte Oberfläche und fährt einige Male mit dem Säulenschneidmesser (im Fachhandel erhältlich) über die Stelle, an der ge­schnitten werden soll. Nun lässt sich die Säule leicht über beide Daumen brechen. Zuerst wird die Säulenschraube und dann der Dichtkonus über das Säulenende geschoben. Dabei soll der konische Teil des Ferrule zum Ende der Säule zeigen. (Siehe auch nachfolgende Abbildung)

 

 

 

Abb. 36: Vorbereitung zum Einbau von Kapillarsäulen

 

 

Einbau auf der Injektorseite

 

Das Säulenende soll ca. 25 mm über den Dichtkonus hinaus stehen. Es empfiehlt sich, zur Kontrolle eine Markierung mit schwarzem Filzstift auf der Säule anzubringen, wie in Abb. 36 gezeigt. Dann wird die Säule vorsichtig in den Injektor eingeführt. Da die Öffnung relativ klein und überdies nicht gut sichtbar ist, erfordert diese Prozedur etwas Fingerspitzengefühl.

 

Die Säulenschraube wird zunächst mit der Hand angezogen. Anschließend wird mit dem Schlüssel SW 8 nachgezogen. Zur Prüfung die Säule zwischen zwei Fingern leicht ziehen und schieben. Dabei darf die Säule sich nicht verschieben lassen.

 

Abb. 37: Einbau der Säule an der Injektorseite

 

Einbau auf der Detektorseite

 

Das Säulenende soll ca. 38 mm über den Dichtkonus hinausragen. Zur Kontrolle auch hier mit Filzstift Mar­kierung an der Säule anbringen, dann wie oben beschrieben die Säule vorsichtig in den Detektor einführen. Stößt man auf ein Hindernis, so ist es sinnvoll, der Säule durch leichtes Hin und herbewegen den Weg zu erleichtern. Anschließend wird wie oben die Säulen­schraube angezogen.

 

 

Wichtiger Hinweis:

Nach dem ersten Aufheizen schwindet der Dichtkonus um ein geringes Maß. Die Säulen­schrauben müssen nach dem ersten Auf­heizen nachgezogen werden. Dies ist in beson­derem Maße wichtig, wenn Wasserstoff als Trägergas verwendet wird!

 

 

 

 

Der Seifenblasenströmungsmesser

 

Der Seifenblasenströmungsmesser besteht aus einem graduierten Glasrohr, in dem Seifen­blasen durch  den zu messenden Gasstrom  verschoben werden. Er befindet sich außen an der linken Seite des Gerätes. Vor der ersten Benutzung muss der Gummiball mit Tensidlösung gefüllt werden, geben Sie dazu einen Tropfen „Spüli“ in den leeren Ball und füllen Sie ihn dann mit Wasser auf. Stecken Sie den Ball dann auf das montierte Glasrohr, befeuchten des Glas Endes er­leichtert den Vorgang. Drückt man diesen Ball zusam­men, so steigt die Ten­sid­lösung in das Messrohr. Es bilden sich Seifenblasen, die im Rohr auf­steigen. Aus dem Volumen V, welches eine Seifenblase in einer be­stimmten Zeit t durchmisst, kann die Strömungs­geschwindigkeit des Gases ermittelt werden: Besonders einfach wird die Bedienung des Strömungsmessers mit der Schaltfläche Gasstrom messen.

 

 

Abb. 38: Seifenblasenströmungsmesser

 

 

Strömungsgeschwindigkeit    =  Volumen/Zeit [ml/min]

 

Beispiel: Die Seifenblase braucht von der Marke 0 ml bis zur Marke 2 ml die Zeit t = 9,6 s. Dann ist die Strömungsgeschwindigkeit

v = 2 ml / 9,6 s = 0,208 ml/s

v  = 0,208 ml/s • 60 s/min   = 12 ml/min

 

 

 

 

Berechnung von Trägergasströmen

 

Kapillarsäulen sind dünne Röhren. Für sie gilt das Poiseuille'sche Gesetz. Es kann in einer dem Ohm'schen Gesetz aus der Elektrotechnik analogen Form geschrieben werden:

            dV/dt = v = (R/h) × Dp            (1)

"Die Strömungsgeschwindigkeit durch eine Röhre ist proportional zur  Druck­differenz an deren Enden."

 

Der Proportionalitätsfaktor R/h hängt ab von der Art des Gases, dessen Viskosität h, dem Radius r und der Länge l der Röhre.  Dabei gilt für den Strömungswiderstand R:

            R = k × r4/l                               (2)

Wie man sieht, endet hier die Analogie zur Elektrotechnik, denn der Radius ist dort in der zweiten Potenz zu finden. Die Viskosität eines Gases ist in erster Näherung proportional zu seiner Temperatur. Für die drei gebräuchlichsten Gase in der Gaschromatographie gilt :         (Quelle: CRC Handbook of Chemistry and Physics 66. Edition.)

 

Helium:

h(He)

=

0,4019 T

+

186,54 [mPoise]

 

Wasserstoff

h(H2)

=

0,1828 T

+

83,96 [mPoise]

(3)

Stickstoff

h(N2)

=

0,3805 T

+

168,1 [mPoise]

 

 

Weil der Widerstand R und damit der Gasstrom mit der 4. Potenz des Radius zunimmt, kann er sinnvollerweise nicht aus den Herstellerangaben für den Innendurchmesser errechnet werden, denn schon kleine Toleranzen des Innendurchmessers würden zu großen Fehlern des Strömungswiderstands R führen. Wird  jedoch einmal der Strömungswiderstand einer Säule experimentell bestimmt, so lassen sich alle weiteren Werte für den Trägergasstrom berechnen, auch für andere Gasarten.

 

 

Beispiel:        Säule 25 m/0,32 mm Trägergas:  Stickstoff        

Messwerte:     Dp = 1 bar,      T = 20 °C        v = 6,34 ml/min

h(N2, 20°C) = 0,3805 × 20 + 168,1 [mPoise]

R = (v × h)/Dp = 6,34 ml/min× 175,7 mPoise / 1 bar

R =  1 114 ml/min×mPoise/bar

 

Mit diesem Wert R und den Gleichungen (1) und (3) lassen sich alle Gasströme, auch für andere Trägergase, Temperaturen und Drücke berechnen.


 

 

Beispiel:

 

Für die obige Säule mit R =  1 114 ml/min×mPoise/bar soll der Gasstrom berechnet werden für:

 

Druck. Dp = 0,3 bar, Temperatur: T = 120 °C, Gasart: Wasserstoff

h(H2,120°) = 0,1828 × 120 + 83,96 [mPoise] = 105,9 [mPoise]

v = (R/h) × Dp = 1 114 / 105,9 × 0,3 = 3,16 ml/min

 

Die folgenden drei Tabellen enthalten die Werte für die Strömungsgeschwindigkeiten in Ab­hängigkeit von Druck und Temperatur für die in diesen Geräten benutzten Standardsäulen mit 25m Länge und 0,32 mm innerem Durchmesser. Diese Tabellenwerte können für obige Säulen bei nicht allzu hohen Ansprüchen an die Genauigkeit direkt und ohne Rechnung benutzt werden.

 

 

Helium

 

Gasstrom in ml/min durch Säule 0,32 mm/25 m   Druck in bar, Temp. in °C

 

Druck

0,1

0,2

0,3

0,4

0,5

0,6

0,7

0,8

0,9

1

1,1

1,2

1,3

1,4

1,5

Temp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20

0,57

1,14

1,72

2,29

2,86

3,43

4,01

4,58

5,15

5,72

6,30

6,87

7,44

8,01

8,59

30

0,56

1,12

1,68

2,24

2,80

3,37

3,93

4,49

5,05

5,61

6,17

6,73

7,29

7,85

8,41

40

0,55

1,10

1,65

2,20

2,75

3,30

3,85

4,40

4,95

5,50

6,05

6,60

7,15

7,70

8,25

50

0,54

1,08

1,62

2,16

2,70

3,23

3,77

4,31

4,85

5,39

5,93

6,47

7,01

7,55

8,09

60

0,53

1,06

1,59

2,11

2,64

3,17

3,70

4,23

4,76

5,29

5,82

6,34

6,87

7,40

7,93

70

0,52

1,04

1,56

2,08

2,59

3,11

3,63

4,15

4,67

5,19

5,71

6,23

6,74

7,26

7,78

80

0,51

1,02

1,53

2,04

2,55

3,06

3,57

4,07

4,58

5,09

5,60

6,11

6,62

7,13

7,64

90

0,50

1,00

1,50

2,00

2,50

3,00

3,50

4,00

4,50

5,00

5,50

6,00

6,50

7,00

7,50

100

0,49

0,98

1,47

1,96

2,46

2,95

3,44

3,93

4,42

4,91

5,40

5,89

6,39

6,88

7,37

110

0,48

0,97

1,45

1,93

2,41

2,90

3,38

3,86

4,34

4,83

5,31

5,79

6,27

6,76

7,24

120

0,47

0,95

1,42

1,90

2,37

2,85

3,32

3,80

4,27

4,74

5,22

5,69

6,17

6,64

7,12

130

0,47

0,93

1,40

1,87

2,33

2,80

3,27

3,73

4,20

4,66

5,13

5,60

6,06

6,53

7,00

140

0,46

0,92

1,38

1,83

2,29

2,75

3,21

3,67

4,13

4,59

5,05

5,50

5,96

6,42

6,88

150

0,45

0,90

1,35

1,81

2,26

2,71

3,16

3,61

4,06

4,51

4,96

5,42

5,87

6,32

6,77

160

0,44

0,89

1,33

1,78

2,22

2,66

3,11

3,55

4,00

4,44

4,88

5,33

5,77

6,22

6,66

170

0,44

0,87

1,31

1,75

2,19

2,62

3,06

3,50

3,93

4,37

4,81

5,24

5,68

6,12

6,56

180

0,43

0,86

1,29

1,72

2,15

2,58

3,01

3,44

3,87

4,30

4,73

5,16

5,59

6,02

6,45

190

0,42

0,85

1,27

1,69

2,12

2,54

2,97

3,39

3,81

4,24

4,66

5,08

5,51

5,93

6,35

200

0,42

0,83

1,25

1,67

2,09

2,50

2,92

3,34

3,76

4,17

4,59

5,01

5,42

5,84

6,26

210

0,41

0,82

1,23

1,64

2,06

2,47

2,88

3,29

3,70

4,11

4,52

4,93

5,34

5,76

6,17

220

0,41

0,81

1,22

1,62

2,03

2,43

2,84

3,24

3,65

4,05

4,46

4,86

5,27

5,67

6,08

230

0,40

0,80

1,20

1,60

2,00

2,40

2,79

3,19

3,59

3,99

4,39

4,79

5,19

5,59

5,99

240

0,39

0,79

1,18

1,57

1,97

2,36

2,76

3,15

3,54

3,94

4,33

4,72

5,12

5,51

5,90

250

0,39

0,78

1,16

1,55

1,94

2,33

2,72

3,10

3,49

3,88

4,27

4,66

5,04

5,43

5,82

 


Wasserstoff

 

Gasstrom in ml/min durch Säule 0,32 mm/25 m   Druck in bar, Temp. in °C

Druck

 

0,1

0,2

0,3

0,4

0,5

0,6

0,7

0,8

0,9

1

1,1

1,2

1,3

1,4

1,5

Temp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20

 

1,27

2,54

3,81

5,08

6,36

7,63

8,90

10,17

11,44

12,71

13,98

15,25

16,53

17,80

19,07

30

 

1,25

2,49

3,74

4,98

6,23

7,47

8,72

9,96

11,21

12,45

13,70

14,94

16,19

17,43

18,68

40

 

1,22

2,44

3,66

4,88

6,10

7,32

8,54

9,76

10,98

12,20

13,42

14,64

15,86

17,08

18,30

50

 

1,20

2,39

3,59

4,79

5,98

7,18

8,37

9,57

10,77

11,96

13,16

14,36

15,55

16,75

17,95

60

 

1,17

2,35

3,52

4,69

5,87

7,04

8,21

9,39

10,56

11,73

12,91

14,08

15,25

16,43

17,60

70

 

1,15

2,30

3,45

4,60

5,76

6,91

8,06

9,21

10,36

11,51

12,66

13,81

14,96

16,12

17,27

80

 

1,13

2,26

3,39

4,52

5,65

6,78

7,91

9,04

10,17

11,30

12,43

13,56

14,69

15,82

16,95

90

 

1,11

2,22

3,33

4,44

5,55

6,66

7,76

8,87

9,98

11,09

12,20

13,31

14,42

15,53

16,64

100

 

1,09

2,18

3,27

4,36

5,45

6,54

7,63

8,72

9,80

10,89

11,98

13,07

14,16

15,25

16,34

110

 

1,07

2,14

3,21

4,28

5,35

6,42

7,49

8,56

9,63

10,70

11,77

12,84

13,91

14,98

16,05

120

 

1,05

2,10

3,16

4,21

5,26

6,31

7,36

8,41

9,47

10,52

11,57

12,62

13,67

14,73

15,78

130

 

1,03

2,07

3,10

4,14

5,17

6,20

7,24

8,27

9,31

10,34

11,37

12,41

13,44

14,48

15,51

140

 

1,02

2,03

3,05

4,07

5,08

6,10

7,12

8,13

9,15

10,17

11,18

12,20

13,22

14,23

15,25

150

 

1,00

2,00

3,00

4,00

5,00

6,00

7,00

8,00

9,00

10,00

11,00

12,00

13,00

14,00

15,00

160

 

0,98

1,97

2,95

3,94

4,92

5,90

6,89

7,87

8,85

9,84

10,82

11,81

12,79

13,77

14,76

170

 

0,97

1,94

2,90

3,87

4,84

5,81

6,78

7,75

8,71

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10,65

11,62

12,59

13,56

14,52

180

 

0,95

1,91

2,86

3,81

4,77

5,72

6,67

7,62

8,58

9,53

10,48

11,44

12,39

13,34

14,30

190

 

0,94

1,88

2,82

3,75

4,69

5,63

6,57

7,51

8,45

9,38

10,32

11,26

12,20

13,14

14,08

200

 

0,92

1,85

2,77

3,70

4,62

5,54

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7,39

8,32

9,24

10,17

11,09

12,01

12,94

13,86

210

 

0,91

1,82

2,73

3,64

4,55

5,46

6,37

7,28

8,19

9,10

10,01

10,92

11,83

12,74

13,66

220

 

0,90

1,79

2,69

3,59

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5,38

6,28

7,18

8,07

8,97

9,87

10,76

11,66

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13,45

230

 

0,88

1,77

2,65

3,54

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5,30

6,19

7,07

7,96

8,84

9,72

10,61

11,49

12,38

13,26

240

 

0,87

1,74

2,61

3,49

4,36

5,23

6,10

6,97

7,84

8,71

9,58

10,46

11,33

12,20

13,07

250

 

0,86

1,72

2,58

3,44

4,30

5,15

6,01

6,87

7,73

8,59

9,45

10,31

11,17

12,03

12,89

 

 

 

Stickstoff

 

Gasstrom in ml/min durch Säule 0,32mm/25m   Druck in bar, Temp. in °C

Druck

 

0,1

0,2

0,3

0,4

0,5

0,6

0,7

0,8

0,9

1

1,1

1,2

1,3

1,4

1,5

Temp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20

 

0,63

1,27

1,90

2,54

3,17

3,80

4,44

5,07

5,70

6,34

6,97

7,61

8,24

8,87

9,51

30

 

0,62

1,24

1,86

2,48

3,10

3,72

4,34

4,96

5,58

6,20

6,82

7,45

8,07

8,69

9,31

40

 

0,61

1,22

1,82

2,43

3,04

3,65

4,25

4,86

5,47

6,08

6,68

7,29

7,90

8,51

9,11

50

 

0,60

1,19

1,79

2,38

2,98

3,57

4,17

4,76

5,36

5,95

6,55

7,14

7,74

8,33

8,93

60

 

0,58

1,17

1,75

2,33

2,92

3,50

4,08

4,67

5,25

5,83

6,42

7,00

7,58

8,17

8,75

70

 

0,57

1,14

1,72

2,29

2,86

3,43

4,00

4,58

5,15

5,72

6,29

6,86

7,44

8,01

8,58

80

 

0,56

1,12

1,68

2,24

2,80

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3,93

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5,05

5,61

6,17

6,73

7,29

7,85

8,41

90

 

0,55

1,10

1,65

2,20

2,75

3,30

3,85

4,40

4,95

5,50

6,05

6,61

7,16

7,71

8,26

100

 

0,54

1,08

1,62

2,16

2,70

3,24

3,78

4,32

4,86

5,40

5,94

6,48

7,02

7,56

8,10

110

 

0,53

1,06

1,59

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2,65

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4,24

4,77

5,30

5,84

6,37

6,90

7,43

7,96

120

 

0,52

1,04

1,56

2,08

2,61

3,13

3,65

4,17

4,69

5,21

5,73

6,25

6,77

7,29

7,82

130

 

0,51

1,02

1,54

2,05

2,56

3,07

3,58

4,10

4,61

5,12

5,63

6,14

6,66

7,17

7,68

140

 

0,50

1,01

1,51

2,01

2,52

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3,52

4,03

4,53

5,03

5,53

6,04

6,54

7,04

7,55

150

 

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0,99

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1,98

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4,95

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5,94

6,43

6,92

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160

 

0,49

0,97

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2,43

2,92

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3,89

4,38

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5,84

6,32

6,81

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170

 

0,48

0,96

1,44

1,91

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3,83

4,31

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5,74

6,22

6,70

7,18

180

 

0,47

0,94

1,41

1,88

2,35

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3,77

4,24

4,71

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5,65

6,12

6,59

7,06

190

 

0,46

0,93

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1,85

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2,78

3,24

3,71

4,17

4,63

5,10

5,56

6,02

6,49

6,95

200

 

0,46

0,91

1,37

1,82

2,28

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3,65

4,10

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5,02

5,47

5,93

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6,84

210

 

0,45

0,90

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1,80

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3,59

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220

 

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4,87

5,31

5,75

6,19

6,63

230

 

0,44

0,87

1,31

1,74

2,18

2,61

3,05

3,49

3,92

4,36

4,79

5,23

5,66

6,10

6,54

240

 

0,43

0,86

1,29

1,72

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3,01

3,43

3,86

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4,72

5,15

5,58

6,01

6,44

250

 

0,42

0,85

1,27

1,69

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3,81

4,23

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5,08

5,50

5,92

6,35